Mein zweites Zuhause

Das „Wetzlarbad“ in Eupen war wie mein zweites Zuhause, denn schon als  kleines Kind  habe ich jeden Sommer dort verbracht.

Als ich zum ersten Mal ins Wetzlarbad ging war ich grade mal sechs Monate alt. Wir sind nicht oft weit weg- gefahren,  um Urlaub zu machen, doch das war auch nie nötig, denn wir hatten jeden Sommer eine Saisonkarte fürs Freibad. Mit dieser konnten wir, wann immer wir wollten, ins Schwimmbad gehen.  Es war nicht unbedingt das spektakulärste Freibad, doch für meine Schwester und mich war es das größte. Wir konnten schwimmen, rutschen und auf dem Spielplatz spielen, und mittags durften wir uns auf der Terrasse einen Milchshake holen, das war echt klasse. Neben Milchshakes die angeboten wurden, konnte man auch gut essen, einen Kaffee trinken oder am Süßigkeitenstand etwas zum Naschen kaufen. Und noch eine gute Sache war,  dass man so viele Menschen  getroffen hat, ob Freunde, Nachbarn oder Verwandte, es war immer jemand da, den man kannte. Meist waren wir von morgens 10.00 Uhr bis abends 19.00 Uhr da. Es war eine lange Zeit, doch hatten wir nie Langeweile, abgesehen vom Schwimmen haben wir uns auch gesonnt oder Spiele gespielt, denn meist hatten wir einen ganzen Koffer dabei mit Brettspielen, Puppen,... Diese Erinnerungen bedeuten mir sehr viel, da sie sind ein Teil von mir.

Seit zwei Jahren ist das „Wetzlarbad“ geschlossen, weil die Stadt Eupen plant ein Kombi-Bad. Es wird noch einige Zeit dauern, bis dieses öffnet. Doch ich hoffe sehr, dass es bald soweit ist, denn ich wünsche allen anderen Kindern und Jugendlichen auch solche tollen Erinnerungen.

Source image : photo personnelle

Auteur: 
Joanna, Kettenis, 18, DE, 2014